Razzia in Weißenborn Reichsbürger im Burgenlandkreis? Waffen und Sprengstoff auf Bauernhof entdeckt
Kiloweise Sprengstoff, diverse Waffen und Chemikalien: Auf einem Hof im Burgenlandkreis stießen Spezialkräfte auf ein gefährliches Arsenal – dennoch bleibt der Verdächtige vorerst auf freiem Fuß. Was bisher bekannt ist.

Weißenborn/Halle (Saale). – Bei der Durchsuchung eines Bauernhofes in Weißenborn (Burgenlandkreis) im Süden Sachsen-Anhalts hat die Polizei unter anderem sprengfähiges Material und Waffen sichergestellt. Das teilte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Halle der Deutschen Presse-Agentur mit.
Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen einen 25-jährigen Tatverdächtigen wegen des Verstoßes gegen das Waffengesetz und das Sprengstoffgesetz.
Razzia im Burgenlandkreis: "Sprengfähiges Material" gefunden
Am Mittwochnachmittag hatte die Polizei das Gebäude durchsucht. Vorausgegangen war ein Durchsuchungsbeschluss des Amtsgerichts Halle aufgrund von Hinweisen, dass der Tatverdächtige sich entsprechende Substanzen im Internet besorgt habe, so der Sprecher.
Demnach haben die Einsatzkräfte vor Ort "sprengfähiges Material im zweistelligen Kilobereich" sichergestellt. Ein Abtransport sei aus Sicherheitsgründen nicht möglich gewesen. "Man hat sich entschieden, eine kontrollierte Sprengung vorzunehmen", sagte der Sprecher.
Auch Munition und Waffen – darunter beispielsweise Armbrüste – hätten die Beamten vor Ort gefunden. Zudem wurden Laborequipment, Chemikalien und elektronische Datenspeicher sichergestellt. Unklar sei bislang, was der beschuldigte Tatverdächtige damit vorgehabt habe.
Der Mann ist laut Staatsanwaltschaft auf freiem Fuß: Ausreichende Hinweise auf eine Flucht- oder Verdunklungsgefahr gebe es bislang nicht. Die Staatsanwaltschaft prüft, ob der Tatverdächtige der Reichsbürgerszene angehört.