Nach 13 Jahren Kunstkrimi mit gutem Ausgang: Gestohlene Skulpturen sind in Zerbst zurück
Seit mehr als einem Jahrzehnt galten zwei Steinfiguren von einer Grabanlage in Zerbst als verschollen. Dann wurden sie in Berlin entdeckt. Nun sind sie zurückgekehrt.

Zerbst. – Der Frauentorfriedhof in Zerbst (Landkreis Anhalt-Bitterfeld) hat zwei vor 13 Jahren gestohlene Skulpturen zurück.
Die Figuren aus Sandstein waren im Mai 2025 bei Kunsträubern in Berlin von der Polizei sichergestellt worden, zusammen mit weiteren, meist von Friedhöfen gestohlenen Kunstobjekten, wie die Evangelische Landeskirche Anhalts mitteilt.
Skulpturen aus Zerbst bei Durchsuchungen im Mai gefunden
Die Skulpturen aus Zerbst – zwei Frauen mit einer Schriftrolle – gehören zu einer Grabanlage aus dem 18. Jahrhundert. Sie sind etwa 60 Zentimeter groß.
Die Statuen wurden im Mai bei Durchsuchungen entdeckt. Gefasst wurden dabei auch mutmaßliche Diebe. Ein inzwischen 67-Jähriger und eine 62-Jährige wurden im November in Berlin angeklagt.
Spätestens seit 2018 sollen sie vor allem Friedhöfe in Berlin, aber auch in anderen Bundesländern geplündert haben. Ihnen werden zusammen 74 Taten vorgeworfen. Der Gesamtwert der Beute betrage mindestens rund 411.000 Euro, hieß es.